Jetzt geht es richtig los
Der April
...er macht was er will!

Der April macht was er will, so heißt es oft, und man mag es gerne glauben. Allerdings haben die Tiere keine Zeit andere in den Aprilscherz zu schicken, denn in der Natur geht´s rund... neues Leben entsteht, sowohl in der Tierwelt als auch bei den Pflanzen, es grünt, es fängt vermehrt an zu summen.
Die Freude geht reihum, sowohl in der Tierwelt als auch bei uns Menschen...
Beobachtungen:
- In Vorbereitung, Beobachtungen folgen...
Was passiert in der Tierwelt:
- ab Ende April verlassen Fuchswelpen den Bau, je nach Geburt bis in den Mai.
Unter dem fliegenden Volk, den Vögeln
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Bei den Insekten und Krabbeltiere
- Die Larve des Alpenbockkäfers verpuppt sich tief im Buchenholz
Die Pflanzenwelt
- Die Schachbrettblumen blühen und sehen mit ihren lilakarierten hängenden Blüten herrlich aus.
Was gibt es beim Bauern?
Lagerware:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Frisch / erste neue Sachen:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was wird gepflanzt:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Der Regen klimpert mit einem Finger
Erich Kästner (1899-1974)
die grüne Ostermelodie.
Das Jahr wird älter und täglich jünger.
O Widerspruch voll Harmonie!
Der Mond in seiner goldnen Jacke
versteckt sich hinter dem Wolken-Store.
Der Ärmste hat links eine dicke Backe
und kommt sich ein bisschen lächerlich vor.
Auch diesmal ist es dem März geglückt:
er hat ihn in den April geschickt.
Und schon hoppeln die Hasen,
mit Pinseln und Tuben
und schnuppernden Nasen,
aus Höhlen und Gruben
durch Gärten und Straßen
und über den Rasen
in Ställe und Stuben.
Dort legen sie Eier, als ob's gar nichts wäre,
aus Nougat, Krokant und Marzipan.
Der Tapferste legt eine Bonbonniere,
er blickt dabei entschlossen ins Leere
Bonbonnieren sind leichter gesagt als getan.
Dann geht es ans Malen. Das dauert Stunden.
Dann werden noch seidene Schleifen gebunden.
Und Verstecke gesucht. Und Verstecke gefunden:
Hinterm Ofen, unterm Sofa,
in der Wanduhr, auf dem Gang,
hinterm Schuppen, unterm Birnbaum,
in der Standuhr, auf dem Schrank.
Da kräht der Hahn den Morgen an!
Schwupp, sind die Hasen verschwunden.
Ein Giebelfenster erglänzt im Gemäuer.
Am Gartentor lehnt und gähnt ein Mann.
Über die Hänge läuft grünes Feuer
die Büsche entlang und die Pappeln hinan.
Der Frühling, denkt er, kommt also auch heuer.
Er spürt nicht Wunder noch Abenteuer,
weil er sich nicht mehr wundern kann.
Liegt dort nicht ein kleiner Pinsel im Grase?
Auch das kommt dem Manne nicht seltsam vor.
Er merkt gar nicht, dass ihn der Osterhase
auf dem Heimweg verlor.
Schriftsteller, Chronist des Alltags, Moralist, Gebrauchslyriker
