Erntezeit...
Der August
das saftige Grün weicht dem Goldgelb

Der August ist der Monat der absoluten Fülle und Reife.
Die Sträucher hängen voll von Beeren, die Wildfrüchte färben sich dunkel, und der Tisch im Revier ist für alle reich gedeckt.
Die Jungtiere sind mittlerweile flügge und selbstständig geworden, sie nutzen die warmen Tage, um sich die nötigen Fettreserven für die kältere Jahreszeit anzufressen.
Die ersten Gäste verlassen uns wieder, da ihre Arbeit getan ist, der Abzug der Vögel beginnt...
Beobachtungen:
- In Vorbereitung, Beobachtungen folgen...
Was passiert in der Tierwelt:
- Mitte August endet die Paarungszeit der Rehe, bei der Ricke setzt die Keimruhe ein, damit die Kitze erst nächstes Jahr auf die Welt kommen.
- Familie Fuchs löst sich auf, und sie werden zu Einzelgänger.
Unter dem fliegenden Volk, den Vögeln
- Der Pirol geht wieder auf Reise, bis Anfang September sind alle weg.
- Die jungen Kuckkucke machen sich auf den gleichen Weg wie die Eltern einen Monat zuvor, bis September sind auch die Kuckkucke alle weg.
- Im August verlassen uns ebenfalls der Sumpfrohrsänger und der Gelbspötter.
- Ebenfalls verlässt uns im August der Neuntöter.
Bei den Insekten und den Krabbeltieren
- Die Wespenspinnen fangen an ihre Kokons zu bauen, mit hunderten Eiern, der neuen Generation.
Die Pflanzenwelt
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was gibt es beim Bauern?
Lagerware:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Frisch / erste neue Sachen:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was wird gepflanzt:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Nun hebt das Jahr die Sense hoch
Erich Kästner (1899-1974)
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau'n,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.
Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?
In Büchern liest man groß und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit.
Man ist gescheiter als gescheit, -
das Unverständliche bleibt unverständlich.
Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht's nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle ...
Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche Deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.
Schriftsteller, Chronist des Alltags, Moralist, Gebrauchslyriker
