Alles da...
Der Juli
die ersten richtigen heißten Tage kommen

Die ersten richtigen heißen Tage fordern ihren Tribut, und das Leben im Wald schaltet tagsüber merklich einen Gang zurück.
Doch im Dickicht herrscht Unruhe, denn Ende des Monats beginnt die Paarungszeit der Rehwild. Es ist eine Zeit der Extreme, träge, heiße Mittagsstunden wechseln sich ab mit der intensiven, lauten Aktivität der Paarungszeit in der Dämmerung. Die Planung für das nächste Jahr läuft an.
Die Erntezeit wird eingeläutet...
Beobachtungen:
- In Vorbereitung, Beobachtungen folgen...
Was passiert in der Tierwelt:
- Die ersten Rehböcke treiben die Damen der Wahl vor sich her... die Paarungszeit geht los, sie geht bis ca. Mitte August.
Unter dem fliegenden Volk, den Vögeln
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Bei den Insekten und Krabbeltieren
- Die Wespenspinnen sind ausgewachsen. Die auffälligen Weibchen bauen ihre typischen Netze mit dem ZickZackmuster und lockt die Männchen an, die den Liebesakt meist nicht überleben.
Die Pflanzenwelt
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was gibt es beim Bauern?
Lagerware:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Frisch / erste neue Sachen:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was wird gepflanzt:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur.
Erich Kästner (1899-1974)
Die Menschheit geht auf Reisen
oder wandert sehr oder wandelt nur.
Und die Bauern vermieten die Natur
zu sehenswerten Preisen.
Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer,
die Platzmusik der Ortsfeuerwehr
und den Blick auf die Kuh auf der Wiese.
Limousinen rasen hin und her
und finden und finden den Weg nicht mehr
zum Verlorenen Paradiese.
Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort
auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln.
Eidechsen zucken von Ort zu Ort.
Und die Wolken führen Regen an Bord
und den spitzen Blitz und das Donnerwort.
Der Mensch treibt Berg- und Wassersport
und hält nicht viel von Rätseln.
Er hält die Welt für ein Bilderbuch
mit Ansichtskartenserien.
Die Landschaft belächelt den lauten Besuch.
Sie weiß Bescheid.
Sie weiß, die Zeit
überdauert sogar die Ferien.
Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon
von hier beginnt das Märchen.
Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn,
ruht ein zerzaustes Pärchen.
Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn.
Hier steigen und sinken die Lerchen.
Das Mädchen schläft entzückten Gesichts.
Die Bienen summen zufrieden.
Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts.
Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts
in den Wald und zieht, durch den Schluß des Gedichts,
wie in alten Zeiten gen Süden.
Schriftsteller, Chronist des Alltags, Moralist, Gebrauchslyriker
