Altweibersommer...
Der Oktober
es riecht nach Pilzen und feuchter Erde

Es wird leise in der Natur, Zugvögel sind weg, die Insekten werden weniger, und die ersten Winterschläfer gehen zu Bett.
Die Nächte werden empfindlich kalt, und am Morgen liegt oft schon der erste weiße Raureif auf den Gräsern.
Das Wild verändert nun merklich sein Verhalten, legt sich das dichte Winterfell zu und nutzt die reichlich fallenden Eicheln und Bucheckern, um wichtige Energiereserven aufzutanken. Die Natur verschwendet keine Kraft mehr, alles ist auf den kommenden Rückzug ausgerichtet.
Der Winter kündigt sich an...
Beobachtungen:
- In Vorbereitung, Beobachtungen folgen...
Was passiert in der Tierwelt:
- Bei den Rehen wechselt das Fell die Farbe, und die Gruppen bilden sich langsam.
Unter dem fliegenden Volk, den Vögeln
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Die Pflanzenwelt
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was gibt es beim Bauern?
Lagerware:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Frisch / erste neue Sachen:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was wird gepflanzt:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Erich Kästner (1899-1974)
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.
Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei's zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen,
hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?
Geh nicht wie mit fremden Füßen
und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.
Auf den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind's Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter, bleib nicht stehn.
Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter,
denn das Jahr ist dein Gesetz.
Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung.
„Stirb und werde!“ nannte er's.
Schriftsteller, Chronist des Alltags, Moralist, Gebrauchslyriker
