der König ruft...
Der September
der Sommer geht zur neige...

Der Sommer geht zur neige, die Nächte werden kälter, die Sonne verliert spürbar an Kraft, das Licht wird weicher, fast golden. Morgens hängen schwere Nebelschwaden über den Wiesen, in denen die kunstvollen Netze der Radnetzspinnen wie Perlenketten im Tau glitzern. Die Natur schaltet ganz langsam um, sammelt die letzten warmen Stunden des Jahres und bereitet sich auf den großen Abschied vor. Eichhörnchen und Eichelhäher verstecken hektisch alles was sie finden...
Beobachtungen:
- Bei allen Tieren wächst solangsam das Winterfell.
Was passiert in der Tierwelt:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Unter dem fliegenden Volk, den Vögeln
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Bei den Insekten und Krabbeltieren
- Die Wespenspinne lebt nur einen Sommer, wenn sie ihre Kokons gefüllt hat stirbt die Spinne bis spätestens im Oktober weil sie verhungert oder erfriert.
Die Pflanzenwelt
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was gibt es beim Bauern?
Lagerware:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Frisch / erste neue Sachen:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Was wird gepflanzt:
- folgt noch, bitte etwas Geduld...
Das ist ein Abschied mit Standarten
Erich Kästner (1899-1974)
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.
Das ist ein Abschied mit Posaunen,
mit Erntedank und Bauernball.
Kuhglockenläutend ziehn die braunen
und bunten Herden in den Stall.
Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.
Das ist ein Abschied mit Getümmel,
mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.
Luftschaukeln möchten in den Himmel.
Doch sind sie wohl nicht fromm genug.
Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.
Schriftsteller, Chronist des Alltags, Moralist, Gebrauchslyriker
