Wildlifefotografie - Jungfuchs, der oder die Kleinste von 3 Jungfüchsen schaut traurig, da beide Geschwister mit der Fähe schon weg sind und er/sie sich nicht traut.

Wildlife - Jungfüchse

Das hätte ich nu nicht gedacht, dass ich dieses Jahr noch an solche Bilder komme. Aber unverhofft kommt oft, auch in der Wildlifefotografie. Gut es sind keine Welpen mehr, aber ich bin mal nicht päpstlicher als der Papst.
Ich bin Dankbar für jede Fuchsbegegnung ob mit oder ohne Bild, aber hier hat alles gepasst!

Wenn der eigentliche Plan in die Hose geht

Es ist Sonntag früh, der Wecker hat um 3 Uhr geklingelt, kurz vor 4 öffne ich meine Verdunkelung... und seh eine Fuchsfähe ähm...ich steh hier auf einem Firmengelände... sie läuft einen Meter an meinem Auto vorbei... okay, jetzt aussteigen DOOF! Ich warte 5 Minuten, und fahre dann vorsichtig los... nichts zu sehen, und dann doch links die Straße runter lief sie...
Ich wollte zu einem nahegelegenem Wald, links abbiegen, rechts schauen... HUCH, was haben wir denn da?? Sind das Fuchswelpen, mitten auf der Straße??
Nochmal sich zusammenreißen, wie bei der Fähe, hier gewinne ich so keinen Pokal. Also da hin wo ich hin will.

  • Rehbock mitten auf der Straße, schaut mich an, weg ist er
  • Die Wiese die ich mir ausgesucht hab, 2m gelaufen und ich steh in einer Wolke Stechmücken
  • wieder zurück Richtung anderen Wald... MINIWiese rechts... Rehbock verscheucht
  • weiter Richtung Wald, die Stechmücken wurde wieder mehr...

That´s Wildlifefotografie

- okay, nein... heute gibt es keine Bilder!!

Jetzt kam mir wieder die Füchse in den Sinn, und so schmiedete ich einen Plan, wie ich das morgen früh mache.

Sonntag - 3 Uhr - der Wecker klingelt

Wildlifefotografie - Jungfuchs läuft auf Bahngleise auf mich zu, im Hintergrund sieht man einen weiteren Jungfuchs.
Wildlifefotografie - Ein Jungfuchs läuft auf Bahngleisen auf mich zu.

zuerst Kaffee!!

Denn ohne Kaffee geht bei mir gar nichts. Sachen packen, und aus dem Fenster schauen ob die Fähe da ist... nichts zu sehen.

Also los...
An der Kreuzung angekommen, im Schatten eines Baumes erst mal die Lage erkunden, dort wo gestern die Welpen spielten, nichts...
Über die Straße, die Gleise machen eine leichte Kurve, so ist es relativ einfach sich vor zu pirschen... so ziemlich in der Mitte der Strecke gab es an den Gleisen einen Minibusch, und genau dort platzierte ich mich.

Tarnung anlegen, Licht prüfen, Einstellungen prüfen...

Nu warten... warten...

Es dauert nicht lang...

da kommt die Fähe von der anderen Seite und läuft die Gleise entlang und verschwindet rechts in den Büschen.
Gut, ursprünglich wollte ich mich auf der anderen Seite hinsetzten, Gott sei Dank hab ich da anders entschieden.

Jetzt wird´s spannend...

Wildlifefotografie - Fuchsfähe steht an Gleisen mit den Vorderpfoten auf den Gleisen und prüft die Lage.

Die Fähe kam wieder raus lief ein Stück auf mich zu und verschwand auf der linken Seite. Kurze Zeit später sah ich einen der Welpen, bzw. sind es ja schon Jungfüchse, dann ein Zweiter, wohl die Zwei die ich gestern auf der Straße gesehen habe...
Und was ist das? Da ist noch ein Dritter, oder ist es eine Dritte, denn dieser Jungfuchs ist kleiner, vorsichtiger, die Ohren meist hinten, die Anderen dagegen schauten immer neugierig mit gespitzten Ohren nach vorne, waren neugierig und erkundeten ihre Umgebung, sie nicht, sie blieb erst mal vorsichtig im Hintergrund.

Irgendwann kam die Fähe zurück, und die 2 Jungen folgten ihr, sie blieb zurück und traute sich nicht über die Gleise, es dauerte gut 5 Minuten, sie verschwand immer wieder in der Hecke und man sah sie wollte mit, traute sich aber nicht, doch auch der ängstliche Jungfuchs traut sich, und so folgte auch sie ihren 2 Geschwistern und ihrer Mutter, und für mich war klar, dass ist der Zeitpunkt für mich zu gehen, immerhin muss ich nachher noch arbeiten.

Außerdem: "Man soll gehen wenn es am Schönsten ist!"

Das Ganze dauerte vielleicht eine Stunde, oder etwas mehr, aber es war wunderschön die Füchse zu beobachten, und vielleicht sehe ich sie wieder, ich weiß ja wo sie wohnen HiHi...

Wenn Du diesen Beitrag teilen möchtest:

Ähnliche Beiträge

  • Unterwegs in der Camargue

    2022 hatte ich ein paar Tage in der Camargue in Südfrankreich. Ich machte eine kleine Fotosafari draus. Schon auf dem Weg sah ich immer wieder Pferde, die für diese Region Frankreichs bekannt sind. Und natürlich musste ich auch von den Camargue-Pferden Bilder machen, und ohne Zaun und ...

  • Der Feldhase

    Der Feldhase (lat. Lepus europaeus) ist ein typischer Kulturfolger - und bei uns vor allem als Meister Lampe oder Osterhase bekannt.
    Er lebt an Felder, versteckt sich darin, nutzt aber auch Büsche und Hecken um sich zu verstecken und um ...

  • Makrotage 2018

    Die Makrotage werden organisiert von Makro-Treff. 2018 ins Leben gerufen, war ich bei dem ersten Makrotagen vom 02.06. - 03.06.2018 in Ihringen am Kaiserstuhl dabei. Mit Gleichgesinnten Egal welche Art der Wildlifefotografie, es ist für mich immer was besonderes mit Gleichgesinnten auf Tour zu gehen. Meist ist es doch so, dass Menschen im Umfeld nicht...

  • Wildlife - Jagdfasan

    Es ist immer die gleiche Geschichte: man fährt an Feldern entlang und sieht sie – die Jagdfasane. Doch die Chance, anzuhalten und ein gutes Bild zu machen, bleibt oft nur ein Traum. Doch manchmal, ganz unerwartet, passiert es… Meine „Woche des Fasans“ begann in Holland, nach einem völlig zufälligen Halt an der Straße. Mein Auto...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert